Wenn Verhalten schwierig wird, rückt Beziehung oft in den Hintergrund. Dabei brauchen Kinder gerade dann Nähe und Verlässlichkeit.
Hinter (unangepasstem) Verhalten steckt oft ein kindliches Bedürfnis. Zum Beispiel nach Sicherheit, Nähe, Orientierung oder Entlastung.
Beziehung vor Verhalten bedeutet, Verhalten nicht ignorieren, sondern als Signal verstehen – nicht als Problem.
Im Alltag heißt das zum Beispiel:
Erst mitregulieren, dann erklären
Erst auf Augenhöhe gehen, dann ansprechen
Erst Verständnis zeigen, dann Grenze setzen
Aber Achtung! Oft kommt es zu Missverständnissen.
Beziehung vor Verhalten bedeutet NICHT:„Dann darf das Kind alles“ „Regeln sind dann egal“
Das ist nicht bindungsorientiert! Regeln bleiben, nur der Umgang mit herausforderndem Verhalten ändert sich
Beziehung ist kein Gegensatz zu Grenzen. Sie ist die Grundlage für alles.