Nähe und professionelle Distanz werden im Krippen- und Kindergartenalltag oft als Gegensätze verstanden.Dabei brauchen Kinder (und Eltern) beides.
Nähe (im pädagogischen Kontext) heißt nicht, private Verbinungen einzugehen, Grenzen aufzulösen oder Rollen zu vermischen. Sondern es heißt, emotional ansprechbar zu sein, präsent zu bleiben, Beziehung anzubieten
Distanz heißt nicht, kühl oder unbeteiligt zu sein und Gefühle zu ignorierenSondern es heißt, die Rollen klar zu halten, Verantwortung zu übernehmen undhandlungsfähig zu bleiben.
Nähe gibt Sicherheit. Distanz gibt Orientierung.Beides zusammen macht pädagogisches Handeln möglich.
Und ja: manchmal gehört auch körperliche Nähe dazu - eine tröstende Umarmung wenn ein Kind Kummer oder Angst oder Schmerzen hat, ist nicht übergriffig, sondern notwendige Zuwendung. Pädagog*innen merken sehr genau, wann es Kindern zu viel wäre und können darauf reagieren.
Professionelle Distanz schützt Beziehung. Sie macht Nähe erst möglich.